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Thema Flexibel durchs ganze Land – Das NRW Semesterticket
An einer Universität ein Studium aufzunehmen bedeutet Veränderung. Viele junge Menschen nehmen ein Studium fernab ihrer Heimatstadt auf. Das bedeutet, dass Freundeskreise sich auf verschiedene Hochschulen verteilen und die Wege nach Hause und zu FreundInnen wesentlich länger und komplizierter werden. Außerdem finden viele Studierende in der Uni-Stadt kein Zimmer, oder müssen aus finanziellen Gründen weiterhin Zuhause wohnen. Das Studium an sich ist ebenfalls von stetigen Veränderungen geprägt. Ob Praktika, Exkursionen, oder die Forschung in anderen Bibliotheken, es braucht ein hohes Maß an Flexibilität, um all die hier angesprochenen Bereiche unter einen Hut bringen zu können. Keine leichte Aufgabe, doch durch Lehrende, oder die Hochschulpolitik in Land und Bund, wird dies nicht honoriert. Mobilität und Flexibilität von Studierenden wird vorausgesetzt, koste es was es wolle, egal ob finanziell oder durch erheblichen organisatorischen Zeitaufwand. Um euch diese große Aufgabe in eurer Studiumszeit etwas zu vereinfachen, gibt es das Semesterticket. Ob von den Eltern nach Münster, oder von Zuhause zur Uni, ohne das Ticket könnten viele gar nicht erst studieren, oder hätten erhebliche Mehrkosten. Doch das Ticket hat nur einen sehr eingeschränkten Geltungsbereich. Führen Wege über diesen hinaus, muss nach wie vor Geld und Zeit zur Buchung investiert werden.
Generell kümmert sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA), eure politische Vertretung, um das Ticket und sorgt dafür, das es bezahlbar bleibt und für euch passend ist. Wir als Juso Hochschulgruppe haben uns in den letzten Jahren immer wieder für das Semesterticket eingesetzt, im AStA für seinen Erhalt gekämpft und nun ist ein neuer Schritt gekommen. Auf Landesebene wurde ein Zusatzticket verhandelt, mit dem ihr nicht nur die Busse und Bahnen im Münsterland, sondern alle öffentlichen Verkehrsmittel in ganz NRW benutzen könnt.Dieses Ticket läuft unter dem Namen NRW Semesterticket.
Wir glauben, das es vor allem in Zeiten von Bachelor und Master sinnvoll ist, diese Erweiterung des Geltungsbereichs einzuführen und sammeln deswegen gerade Unterschriften, um eine Urabstimmung unter allen Studierenden über dieses Ticket zu ermöglichen. Nur mit dieser Urabstimmung können und wollen wir zusammen mit euch dieses Ticket einführen.
Aber lasst uns nun noch mal einen Schritt zurück machen. Der Preis des bisherigen Semestertickets wird am Beginn jedes Semesters zusammen mit dem Sozialbeitrag für das Studentenwerk und dem Beitrag zum AStA von euch an die Universität bezahlt. Momentan sind dies 70,72 Euro. Damit könnt ihr nun im gesamten Münsterland und auf einigen ausgewählten Strecken ohne zusätzliche Kosten Bus und Bahn fahren. Mit dem NRW Semesterticket würden hier voraussichtlich noch ungefähr 37 Euro dazu kommen. Damit könnt ihr aber dann auch ein ganzes Semester in ganz NRW herumfahren und müsst euch keine Gedanken über Fahrkarten machen.
Letztendlich liegt die Entscheidung über dieses Ticket jedoch bei euch, was uns besonders wichtig ist. In jedem Falle solltet ihr bei unserer Unterschriftenaktion mitmachen, damit die Urabstimmung ermöglicht wird und alle Studierenden selbst entscheiden können, ob der AStA mit den Verkehrsbetrieben über die Einführung eines NRW-Tickets verhandeln soll. Die Abstimmung würden wir dann parallel zu den Wahlen zum Studierendenparlament und den Fachschaftsvertretungen durchführen lassen und ihr könnt euch für oder gegen das Ticket aussprechen. Wenn sich die Mehrheit der Studierenden mit ihren Stimmen für das NRW Semesterticket entscheidet, werden wir versuchen das Ticket zum frühstmöglichen Zeitpunkt – möglicherweise bereits zum Sommersemester – einzuführen. Und auch unabhängig von der Urabstimmung solltet ihr die Möglichkeit nutzen und von eurem Wahlrecht Gebrauch machen. Ihr entscheidet darüber, wer eure Interessen in Zukunft vertritt, sowohl im Studierendenparlament, als auch in den Fachschaftsvertretungen und natürlich auch beim NRW Semesterticket.
Es kommt auf euch an!
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