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Thema
Wir stellen uns vor
Bundesweit?
Die Juso-Hochschulgruppen sind der Studierendenverband der Jusos und der SPD. Bundesweit gibt es mehr als 60 aktive Gruppen, die in den örtlichen Studierendenvertretungen mitarbeiten, in der Sozialberatung aktiv sind oder die Studierenden in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung vertreten. Mit dem Anspruch, die SPD zu bewegen, machen wir uns nicht nur für bildungs-, sozial- und wissenschaftspolitische Verbesserungen stark, sondern wir entwickeln in vielen brisanten politischen Fragen eigene Positionen. Bei bildungspolitischen Organisationen sind die Juso-Hochschulgruppen als Gesprächspartner und Sachverständige geschätzt. Nicht zuletzt verschaffen wir den Studierenden mit Aktionen und Veranstaltungen in der Öffentlichkeit Gehör und tragen unsere Positionen in die politische Debatte.
Dabei sind wir für alle offen, die an einer emanzipatorischen und zukunftsgewandten Politik an den Hochschulen interessiert sind. Egal ob mit oder ohne SPD-Parteibuch.
Und in Münster?
Seit nunmehr einigen Jahrzehnten gehört die Juso Hochschulgruppe zum festen Bestandteil der Studierendenschaft in Münster. Derzeit engagieren sich über 20 aktive Mitglieder aus vielen verschiedenen Studienrichtungen in unterschiedlichen Bereichen und Themen.
Dabei haben wir niemals davor zurück geschreckt, Verantwortung zu übernehmen. Ganz im Gegenteil, so stellen wir etwa seit jeher das AStA-Führungspersonal. Unsere Fraktion im Studierendenparlament ist ebenso aktiv, während andere Listen nur durch ihre Abwesenheit glänzen.
Da die Hochschulpolitik am Anfang ungewohnt komplex und verwirrend erscheint, bieten wir regelmäßig Einsteiger-Seminare und Mentoring-Programme an, damit auch jede(r) Interessierte genau in dem von ihm gewünschten Bereich aktiv werden kann.
Ein wenig Geschichte
Als Studierendenorganisation der Jusos und der SPD folgten die Juso-Hochschulgruppen auf SDS und SHB, die sich aus der Sozialdemokratie politisch verabschiedet hatten. Die Hochschulgruppen entstanden ab 1973 als Selbstorganisation undogmatisch und reformerisch orientierter Jusos und linker Unorganisierter. Ihre organisatorische Basis erweiterte sich rasch, 1974 wurden sie offiziell und bundesweit als Projektgruppen der Jusos anerkannt. In den folgenden Jahren wurden die Juso-Hochschulgruppen zu einem der größten Studierendenverbände der Bundesrepublik. Bis heute sind sie eine konstante Größe.
Im Zuge der friedlichen Revolution in der DDR entstand im Dezember 1989 dort der Bund Sozialdemokratischer Studierender (BSDS). Für ihn war es wichtig, dazu beizutragen, die Studierenden aus der staatlich verordneten Unmündigkeit herauszuführen und bei der Demokratisierung von Hochschule und Gesellschaft mitzuwirken.
Für den BSDS war eine Vereinigung mit den Juso-Hochschulgruppen 1991 vor allem deshalb möglich, weil die Juso-Hochschulgruppen frühzeitig an der Seite der demokratischen Opposition gestanden hatten und weil deutlich wurde, dass auch bei einem engen Bezug zur SPD eine eigenständige Politik möglich ist.
Hauchdünn angeschnitten: Unsere inhaltlichen Schwerpunkte
Wir treten ein für eine Neufassung der Ausbildungsförderung: Die Bafög-Reform der rot-grünen Bundesregierung war ein Schritt hin zu mehr Chancengleichheit im Bildungssystem. Diesem Schritt müssen aber weitere folgen! Nun müssen strukturelle Änderungen im Bereich der Ausbildungsförderung folgen, um das BAföG durch Elternunabhängigkeit, mehr Flexibilität und Verteilungsgerechtigkeit den veränderten Lebens- und Studienbedingungen anzupassen. So sollten Kindergeld, Elternfreibeträge und andere Leistungen zusammengelegt und den Studierenden direkt ausgezahlt werden. Denn der Zugang zu Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein.
- für ein gebührenfreies Studium: Wir lehnen Studiengebühren in jeglicher Form - also auch Studienkonten, Bildungsgutscheine und all die anderen Spielformen - ab. Wir kämpfen weiterhin für ein generelles Verbot von Studiengebühren.
- für die Gleichberechtigung von Frau und Mann: Auch an den Hochschulen wird es deutlich: Frauen und Männer sind in unserer Gesellschaft noch lange nicht gleichberechtigt. Das muss sich ändern!
- für eine Demokratisierung der Hochschulen: Mehr Demokratie wagen! Diese Forderung muss auch an den Hochschulen gelten. Daher unterstützen wir die bereits beschlossene bundesweite verpflichtende Einführung der Verfassten Studierendenschaft, die Studierenden mehr Einfluss an den Hochschulen gewährleistet. Auf dieses Ziel haben wir gemeinsam mit BündnispartnerInnen lange hingearbeitet. Zudem sind Studierende als größte Gruppe an den Hochschulen in den Gremien der Unis stark unterrepräsentiert. Wir fordern eine paritätische Besetzung der Gremien - soweit das Verfassungsgerichtsurteil von 1973 das zuläßt.
- für eine qualitative Studienreform: Die momentanen Studienreformbewegungen, die sich an den Bedürfnissen des Marktes orientieren halten wir für problematisch. Dennoch muss sich das Studium verändern: Eine Öffnung der Hochschulen, die Integration von Weiterbildung, eine internationale Zusammenarbeit etc. sind gut und richtig. Die Frage ist also nicht Studienreform: ja oder nein, sondern wie. Eine qualitative Studienreform wollen wir mit unseren BündnispartnerInnen mitgestalten.
Interesse geweckt? Na dann, komm vorbei! Wir sind ein offener Treffpunkt für interessierte Studentinnen und Studenten, die Hochschulpolitik in Münster mitgestalten möchten. Mehr Infos, wann du uns wo und wie findest, gibt es im Menüpunkt "Mitmischen"!
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